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Achtung: Ob frisch oder getrocknet: Sie sollten bei jeglicher Handhabung und Verwendung sehr scharfer Chili-Schoten unbedingt Schutzhandschuhe tragen, Hände und Geschirr gut reinigen und Kinder fernhalten. Bei gemahlenen Schoten den Staub nicht einatmen. Auch die Augen und eventuell andere Weichteile schützen.
Ich musste in Ungarn einmal, während des Schneidens von Kirschpaprika, auf die Toilette. Trotz mehrmaligem vorherigen Händewaschen, es brannte höllisch.
Vorsicht sollten Sie auch bei sehr scharfen Hot Sauces walten lassen: Sparsam dosieren, von Kindern fernhalten, und vor allem, niemandem einen "Streich" spielen.
Vielleicht haben Sie es schon einmal am eigenen Leibe verspürt: Der Genuss von Chili Peppers - ob pur oder zum Beispiel als "heiße" Salsa - kann regelrecht das Wohlbefinden steigern. Denn beim Genuss scharfer Gerichte wird das Gehirn betrogen: Die konzentrierte Capsaicin - Dosis hält das Gehirn irrtümlich für einen starken Schmerz, den es zu bekämpfen gilt; das bewirkt die Ausschüttung von Endorphin, einem körpereigenen, morphiumähnlichen Schmerzkiller. Dies kann zu einem gesteigerten Glücksempfinden beitragen; einer milden Euphorie, bisweilen sogar von unvermitteltem Schmunzeln begleitet. Experten bezeichnen diesen Zustand als "Pepper - High", aber keine Angst: Das Ganze ist völlig harmlos, und süchtig machen Chilis allenfalls dadurch, weil man sie vom Speisezettel kaum noch wegdenken kann, sobald man sich einmal mit den scharfen Schoten angefreundet hat.
Falls Sie aber doch einmal eine Schote, eine Salsa oder gar ein ganzes Gericht erwischen sollten, die Ihrer Meinung nach doch etwas zu scharf war, vergessen Sie Wasser, Säfte und Limonade. Damit wird's nur noch schlimmer. Der Chili-Schärfewirkstoff Capsaicin ist nicht wasser-, sondern alkohol- und fettlöslich, und daher helfen Milch-produkte wie Trinkmilch, Eiscreme und Joghurt besser, die Flammen zu löschen. Dies ist auch der Grund, warum viele scharfe Chili-Gerichte - besonders mexikanische - oft reichlich geschmolzenen Käse enthalten. Eine Sauer-creme oder ein Dip auf Joghurt oder Sauerrahm Basis dazu gereicht, helfen ebenso.
Jedoch hat so manche Chili-Nation ihre eigenen Geheimwaffen gegen rauchende, brennende Rachen:
In China zum Beispiel ist man überzeugt, dass gedämpfter weißer Reis am besten gegen die Chili-Flammen hilft. Thailänder hingegen schwören auf heißen Tee - dem anfänglichen Brennen folge schnell ein kühlender Effekt.
Auch in Marokko gibt's nach feurigen, mit Harissa gewürzten Gerichten Tee, und zwar gesüßten Pfefferminztee.
Da halte ich es doch lieber mit den Mexikanern. Dort kursiert die Weisheit, dass Bier und Tequila am besten hilft - man muss nur genug davon trinken, bis einem die schärfe egal ist.
Puh, jetzt haben wir uns aber recht lange beim spanischen Pfeffer, wie Christoph Kolumbus in irrtümlich nannte aufgehalten. Aber ich finde gerade beim Grillen ist die Schote einfach nicht mehr weg zu denken. Und wie fade wäre unser Leben ohne Chili, und zwei, drei anderen Dingen.
Die restlichen, benötigten Gewürze sind schnell aufgezählt und stehen auch noch mal bei den einzelnen Rezepturen.
Ganz wichtig ist noch Knoblauch, und zwar frisch, gemahlen und Knoblauchsalz. Und denken Sie immer daran - Knoblauch alleine genossen macht einsam. Also immer einige Freunde einladen, die mit Ihnen der Knobi Lust frönen.
Dann brauchten Sie noch einige gerebelte und getrocknete Kräuter, wie Oregano, Thymian, Rosmarin, Salbei und Majoran.
Gemahlener Kreuzkümmel; ergibt zusammen mit Chili, Knoblauch und frischem Korianderkraut Ihrem Gericht eine mexikanische Note.
Daneben noch ein gutes kalt gepresstes Olivenöl, Raps- oder Sonnenblumenöl, Balsamicoessig und normaler Essig., sowie eine gute Sojasosse.
Noch etwas Paprika- und Currypulver und schon sind wir soweit um uns unsere erste Grillgewürzmischung selbst herstellen zu können.
Achten Sie aber beim würzen, oder der Herstellung von Gewürzmischungen darauf, das kein Gewürz die Dominanz erhält und eventuell vorschmeckt. Nur die Ausgewogenheit gibt Ihrer Mischung die Harmonie, die nötig ist um dem ganzen den richtigen Geschmack zu geben.
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