Gegrilltes, egal ob Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse oder Obst sollten Sie, bevor es auf den Grill kommt, immer ein bisschen Einölen. Statt nun einfach nur Öl zu nehmen, probieren Sie doch einmal ein selbstgemachtes Würzöl, zu der jeweiligen Speise passend. Die Öle sind einfach und schnell selbst herzustellen und halten mehrere Wochen in einer Flasche oder Glas.

Nehmen Sie zur Herstellung ein gutes Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl, da diese im Geschmack ziemlich
neutral sind.

Ein weiterer Vorteil der selbst hergestellten Öle ist natürlich das Sie diese auch zur Salat Zubereitung verwenden können.

Zur Herstellung von Würzöl werden meist frische Kräuter, Chilischoten oder Knoblauch einzeln oder kombiniert vollständig mit Pflanzenöl bedeckt und luftdicht verschlossen. Anschließend muss das Öl kühl und dunkel mehrere Wochen ziehen und wird schließlich zum Gebrauch durch ein Sieb in eine Flasche umgefüllt. Die verwendeten
Gefäße müssen gründlich gereinigt und völlig trocken sein. Je nach Ölsorte kann Würzöl mehrere Jahre haltbar sein.
Bei der Herstellung von Würzölen kann es zu unerwünschter Gärung und damit einhergehend zur Bildung von
gefährlichen Bakteriengiften kommen (Botulismus), besonders bei Verwendung von Knoblauch oder Kräutern,
deren Oberfläche nach dem Säubern nicht vollständig abgetrocknet war. Falls von den eingelegten Gewürzen
Blasen aufsteigen oder der Behälter beim ersten Öffnen unter Druck steht, ist das Würzöl verdorben und sollte
keinesfalls verwendet werden.

Würzöle verschiedener Zusammensetzung sind traditioneller Bestandteil vieler Länderküchen. In Südeuropa
werden sie meist mit Olivenöl hergestellt und enthalten Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian oder Lorbeer, in
Asien, besonders in China, ist mit Chili aromatisiertes Sojaöl verbreitet.

Knoblauchöl

Nehmen Sie pro 100 ml Öl 2-3 geschälte Knoblauchzehen und geben Sie diese in das Öl, etwa 1 Woche ziehen lassen und dann das Öl in eine saubere, trockene Flasche abseihen.
Eignet sich für alle Gerichte, die eine leichte Knoblauchnote vertragen, sowie für Salate.

Piri Piri Öl

Schneiden Sie 2 Piri Piri oder Jalapeño Chilischoten der Länge nach durch und entfernen Sie die Kerne. Geben Sie die Schoten nun in eine saubere, trockene Flasche und füllen Sie einen halben Liter Sonnenblumenöl auf.  Nach Geschmack können Sie noch ein oder zwei
Knoblauchzehen zu dem Öl geben. Stellen Sie die Flasche an einen hellen, sonnigen Standort und nach 3 - 4 Wochen haben Sie ein höllisch scharfes Öl, mit dem Sie nun Fleisch, Geflügel oder Garnelen einpinseln können.

Kräuteröle

Verwenden Sie nur frische Kräuter, die geben mehr Geschmack an das Öl ab und Ihr Kräuteröl wird auch nicht trüb, sondern erhält eine schöne hellgrüne Farbe. Verwenden können Sie alle Ihre Lieblingskräuter, ernten Sie die Kräuter vor der Blüte, mit Stengel. Die Kräuter gut waschen und, am besten in der Sonne hängend, für ein zwei Stunden abtrocknen lassen. Dann in eine saubere Flasche stecken und mit Ihrem Lieblingsöl auffüllen. So haben Sie auch im Winter einen frischen Kräutergeschmack an Ihren Gerichten.

Versuchen Sie einmal Salbeiöl für Ihre Fischgerichte, einfach herrlich; oder verschiedene
Italienische Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian für Nudeln und Geflügel.

An einem dunklen Standort aufbewahrt hält Ihr Öl mehrere Wochen.

Kräuteröl für Kurzbratstücke


Je 1 Zweig Thymian, Salbei, Rosmarin mit oder ohne Blüten, je 1 Blatt Borretsch, Lorbeer,
1 Knoblauchzehe (geschält), 1 Teelöffel bunte Pfefferkörner auf 100 Milliliter Olivenöl.
Geeignet für alles Kurzgebratene.

Mustard Paint (Senfglasur)


200 ml Bier
250 g mittelscharfer Senf
100 g brauner Zucker
1/2 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
Tabasco nach Geschmack
Zubereitung

Alle Zutaten verrrühren und in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren (hält sich mehrere Wochen).

Fleisch vor dem Grillen dünn mit Mustard Paint bestreichen und nach Belieben mit Paprika- oder Chilipulver bestreuen oder zusätzlich mit Spice Rub einreiben.

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Mexican Marinade


2 geschälte Knoblauchzehen
1/4 TL schwarze Pfefferkörner
75 ml Essig
3 EL Öl
Prise Kreuzkümmel und Koriander
1/4 TL Oregano
1/2 Chilischote
Salz nach Geschmack

Zubereitung:

In einem Mixer alle Zutaten mixen. Rohes Fleisch einreiben und 3-4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Marinade für 4 Schweine- oder Rindersteaks


4 EL Orangensaft
4 EL Tomatenketchup
2 EL Weißweinessig
2 EL Sonnenblumen-Öl
1 EL Worcestersoße
1 EL frisches Oregano oder Majoran
1 EL Honig
1 mittelgroße bis große Zwiebel
Wer mag, 1 Spritzer Tabasco

Zubereitung:

Die Steaks mit einem Fleischklopfer ein wenig weich klopfen und kalt stellen.

Die Zwiebel schälen, schneiden und mit einem Gemüsehäcksler kleinschneiden, sodass ein sämiger Zwiebelbrei entsteht (geht auch mit einer feinen Gemüsereibe).
Alle Zutaten miteinander vermengen und gut durchrühren. Die Marinade eine Nacht lang
ziehen lassen.

Das Fleisch ca. 4 Stunden vorm Grillen in die Marinade einlegen, sodass alle Fleischstücke mit dem Sud bedeckt sind. Erneut in den Kühlschrank stellen und ziehen lassen.

      MARINADE CHIMICHURRI

6  Essl.   Olivenoel
4  Essl.   Zitronensaft
3  Knoblauchzehen
3  Zwiebeln, mittelgross
1   Chillschote
4   mittelgrosse Tomaten,
2-3  Stängel  glatte Petersilie
2-3  Stängel  Koriandergrün
2-3  Stängel  Minze
       Salz

Chimichurri ist eine argentinische Marinade und wird hauptsächlich, wie sollte es in Argentinien anders sein, für Rindfleisch verwendet. Das Grillfleisch, in der Regel recht große Stücke wird über Nacht darin eingelegt.

Für das Chimichurri Tomaten klein schneiden und mit Olivenöl, Zitronensaft, kleingehackten Knoblauchzehen, Chili und Zwiebeln mischen. Die Beize mit kleingehackter Petersilie, sowie zerkleinertem Koriandergrün und Minze würzen.

Für das Grillen auf argentinische Art eignet sich am besten ein Schwenkgrill, der variabel in der Höhe eingestellt werden kann. Denn ein Asado wird zwar mit starker Glut, aber stets mit einigem Abstand von der Feuerstelle gegrillt. Das Fleisch soll so eine kräftige Kruste bekommen und trotzdem saftig bleiben. Je weiter der Garvorgang voranschreitet, desto näher darf das Feuer dem Grillgut kommen.

Das Fleisch soll nur einmal gewendet werden: wenn der Saft an der Oberfläche erscheint. Erst dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, um das Grillgut zu salzen.

Ein Asado ist dann "a su punto", auf den Punkt genau gegrillt, wenn das Fleisch goldbraun ist, auf Druck leicht nach gibt und sich auf der Oberfläche Blasen von Bratensaft bilden.

Ich will mehr ............

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