Etwas leckeres für zwischendurch

Schon die Cowboys und Trapper schätzten auf Ihren Streifzügen, bei denen sie oftmals Tagelang unterwegs waren, kleine Snacks. Da es oftmals nicht ratsam war ein Feuer zu entfachen, mussten diese Snacks natürlich auch Nahrhaft sein. Wahrscheinlich hat man bei den Indianern abgeschaut wie diese ihr Büffelfeisch haltbar machten, indem sie es in Streifen schnitten und an der Sonne trocknen ließen um daraus später Pemmikan herzustellen. Diese Art des Haltbarmachens nutzte man für sich um auch bei langen ritten etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Da aber der
weiße Mann von jeher auch ein Feinschmecker war, reichte es natürlich nicht nur getrocknetes Fleisch zu sich zu nehmen, sondern ein wenig Geschmack sollte schon vorhanden sein. Und so entwickelten sich im laufe der Zeit einige Jerky Rezepte.
Eines ist allen Rezepten gleich, egal welches Fleisch und welche Gewürze Sie verwenden. Das Fleisch muss getrocknet werden.

Nun sind unsere Sommer aber nicht mehr das was sie einmal waren und die Luftfeuchtigkeit ist in unseren Breiten auch zu hoch um Fleisch, über mehrere Tage oder sogar Wochen, in der Sonne zu trocknen. Aber wir haben ja einen Backofen zu Hause, oder vielleicht sind Sie auch in der glück-lichen Lage über ein Gerät zu Verfügen indem man Dörrobst herstellt, nun das können Sie auch verwenden. Somit steht nichts mehr im Wege unser eigenes Jerky herzustellen. Das ist nicht nur kostengünstiger als Fertigware, sondern Sie können es auch ganz nach Ihrem Geschmack würzen.

Jerky kann man gut über längere Zeit aufbewahren, was aber wahrscheinlich nicht nötig ist, sobald Ihre Freunde erst einmal davon probiert haben. Daher nehmen wir gleich eine ordentliche Portion Fleisch, was auch ratsam ist, da der Backofen doch einige Stunden in Beschlag genommen wird. Außerdem verliert das Fleisch, durch das trocknen, etwa 40 - 50 % seines Ursprünglichen
Gewichtes.

Beef Jerky

2 1/2 kg Rindfleisch, am besten Rumpsteak oder besser noch Rouladenfleisch
1/4 Tasse Wasser
1/4 Tasse Weinessig
1/4  Tasse Ketchup
1/4  Tasse Worcestershire Sauce
1/4  Tasse Olivenöl
3 EL. Honig oder brauner Zucker
1 EL. Raucharoma etwa Rauchsalz
1 EL. Zwiebel Flocken
1 TL. Salz
1 TL. Gemahlener Pfeffer
1 TL. Oregano
1 TL. Knoblauchpulver

Legen Sie das Fleisch in den Tiefkühler, so das es etwas angefroren und fest wird und sich somit gut schneiden lässt, oder Sie kaufen gleich beim Metzger  fertig zugeschnittene Rindsrouladen, was meist billiger ist. Schneiden Sie das Fleisch in Streifen von etwa 2 cm breite und höchstens 1/2 cm dicke, eventuell etwas flach klopfen.

Die Zutaten verrühren Sie zu einer Soße .

Geben Sie das Fleisch in die Soße und marinieren Sie es über Nacht im Kühlschrank. Am nächsten Tag Fleisch mit Küchenpapier abtupfen und auf den Rost des Backofens legen. Wenn Sie gleich den Boden des Backofens mit Alufolie auslegen, ist er hinterher leichter sauberzumachen. Rost in die Mitte des Backofens schieben, mit einem Kochlöffelstiel die Tür einen Spalt offen halten, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Jerky bei höchstens 60 Grad trocknen lassen.
Dünnere Scheiben brauchen knapp drei Stunden, dicke vier bis fünf. Aber denken Sie
daran , das Fleisch trocknet noch etwas nach wenn es aus dem Backofen genommen wurde.

Und hier gleich noch ein Rezept für

Beef Jerky

1/4 Tasse Worcestershire Sauce
1 TL schwarzer Pfeffer
2/3 Tasse Sojasauce
je 1 TL Knoblauch- und Zwiebelpulver
1 TL Salz
Optional: etwas Rauchsalz und/oder Tabasco

Die Soße reicht für etwa 1,5 kg Rindfleisch

Die Zubereitung ist gleich wie beim vorherigen Rezept, nur der Geschmack etwas anders.

Jerky kann man aus jedem Fleisch herstellen, also Rind, Schwein, Wild oder Geflügel. Achten Sie nur
darauf kein fettes Fleisch zu verwenden und Sehnen und Silberhaut sollten Sie vorher entfernen.

Da unsere Mädels von jeher eine trockene Putenbrust einem saftigen Steak vorgezogen haben, hier nun auch ein Rezept für sie, damit auch die weibliche Fraktion in den Genuss von Jerkey kommt.

Turkey Jerky

500 g Putenbrust
6 EL Sojasauce
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 bis 2 TL Chiliflocken (oder Tabasco nach Geschmack)
etwas Ingwerpulver nach Geschmack
je 1 TL brauner und weißer Zucker
1 TL Honig
1 EL Sesamöl

Zubereitung

Putenbrust in Scheiben schneiden, immer darauf achten, gegen die Faserrichtung zu schneiden, dies gilt auch für alle anderen Fleischarten.
Denn ein mit der Faser geschnittenes Fleisch wir immer zäh bleiben, egal was Sie damit anstellen.

Das Fleisch flach klopfen und wiederum in längliche Streifen schneiden.

Restliche Zutaten miteinander verrühren. Putenstreifen darin im Kühlschrank über Nacht zugedeckt marinieren. Geflügel aus der Marinade nehmen, gut abtrocknen und auf die Fächer eines
Dörrautomaten legen. Gerät einschalten und das Fleisch 7 bis 10 Stunden darin lassen.

Sie haben keinen Dörrautomaten, aber einen Wäschetrockner. Nun nehmen Sie besser wieder den Backofen, (Heißluft ist besser geeignet als Ober/Unterhitze) bei 60 Grad und leicht geöffneter Türe bis zur gewünschten Elastizität trocknen. Etwa fünf Stunden müssen Sie sich gedulden, bis Sie  ein wunderbares Puten Jerky haben, mit dem Sie wahrscheinlich auch Ihrer Frau eine Freude machen.

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